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Schulprojekt 2010

Der theoretische Hintergrund:

Kernelement des Projektes „Gesundheit erleben“ bildet das Gesundheitstraining mit dem Ziel, durch eigenes Erleben, Erlernen, Einüben und Stabilisieren von gesunden Verhaltensweisen oder Problemlösungsstrategien eine dauerhafte Verhaltensänderung herbeizuführen. Ebenso basiert es auf dem äußerst erfolgreichen Konzept des Pantheoretischen Modells, dass Ende der 1980er Jahre von US-amerikanischen Präventionsforschern entwickelt wurde. Charakteristisch für dieses Modell ist das Zusammenbringen vieler unterschiedlicher Theorien und Konzepte. Vier Kernprozesse haben sich herauskristallisiert, die jeweils zu der gewünschten Einstellungs- und Verhaltensänderung der Zielgruppe führten:

  • Information und Training: hier geht es darum, eine Informationsvermittlung im Sinne von Faktenvermittlung zu den jeweiligen Modulen des Projektes vorzunehmen, wobei aber nicht nur die negativen gesundheitlichen Folgen bestimmter Verhaltensweisen, sondern darüber hinaus auch mögliche Methoden und Strategien zur Reduzierung bzw. Bewältigung angeboten und trainiert werden sollen.
  • Überzeugung: im Vordergrund steht hier die Kommunikation im Sinne des sprachlichen Austausches, der Beobachtung des sozialen Umfeldes und eigener Reflexionsprozesse. So kann eine Schülerin ihrem Freundeskreis überzeugend berichten, um wie viel besser es sich anfühlt, regelmäßig Sport zu treiben, Gewicht zu verlieren und ein neues bzw. besseres Körpergefühl erlangt zu haben. Durch die hohe Glaubwürdigkeit kann das zu Verhaltensänderungen der Freunde führen. Dazu kommt die soziale Bestätigung oder Verstärkung der eigenen Verhaltensänderung durch das soziale Umfeld, die begeistert sind von der gesunden Einstellungsänderung der Schülerin und sie eventuell eine neue soziale Rolle als Vorbild einnimmt.
  • Motivation oder Anreiz: hier handelt es sich um die Aspekte der Belohnung bzw. Strafe für bestimmte Verhaltensweisen wie beispielsweise das Rauchen. Die Belohnung für das Nicht-Rauchen können zum einen gesparte Kosten sein, zum anderen ein besseres Körpergefühl und in Kombination mit Bewegung eine verbesserte Kondition und Leistungsfähigkeit. Allgemein gilt, dass der Anreiz einer Belohnung eine viel stärkere Wirkung hat als die Androhung von Strafe.
  • Ermöglichung und Erleichterung: hier muss das Projekt optimaler Weise dafür sorgen, dass die Umwelt bzw. das Umfeld der Schüler so gestaltet wird, dass das gewünschte gesundheitsförderliche Verhalten leichter und einfacher durchzuführen ist als das bisher riskante. So sollte beispielsweise die Schulkantine gesündere Mahlzeiten und Obst zu moderaten Preisen anbieten.

 

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