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Schulprojekt 2010

Die Ausgangssituation

Ernährung und Bewegung.

Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden heutzutage an Übergewicht und Bewegungsmangel. So sind beispielsweise rund 15 % der Kinder und Jugendlichen von drei bis 17 Jahren in Deutschland übergewichtig, 6,3 % sind adipös (KiGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts von 2003 bis 2006). In den letzten Jahren ist die Anzahl der an Diabetes Erkrankten um das Zehnfache gestiegen. Der jüngste „Altersdiabetiker“ ist gerade fünf Jahre alt (Pötzl, 2005). Besonders das Übergewicht hat langfristig gesundheitsriskante Konsequenzen für die nachwachsende Generation.

  • Fast jedes fünfte Kind ist übergewichtig (ca. 19 % bei den 11 bis 13-Jährigen, mit steigender Tendenz). Seit 1985 ist der Anteil der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen um 50 % gestiegen (Robert Koch Institut, auf Basis der Referenzdaten von 1985 bis 1999).
  • 6,3 % aller Kinder und Jugendliche gelten als fettleibig (adipös). Der Anstieg liegt hier innerhalb des Referenzzeitraums bei 100 % (Robert Koch Institut).
  • 30-40 % der Jugendlichen haben bereits nachweisbare Herz-Kreislauferkrankungen.
  • Altersdiabetes kommt immer häufiger bei Jugendlichen und Kindern vor.
  • Erstmalig haben viele Kinder eine geringere Lebenserwartung als ihre Eltern.

Stress.

Immer mehr Kinder und Jugendliche sind starken psychischen Belastungen ausgesetzt, die mitunter in Entwicklungs- und Verhaltensstörungen münden können. Dabei sind ihnen konkrete Strategien zur Stressbewältigung nur selten bekannt. Ein nicht geringer Anteil (25%) meint sogar, dass gegen Stress gar nichts getan werden könne. Einige Fakten:

  • 72% der 7-11-Jährigen und 81% der 12-16-Jährigen berichten vom Erleben eigener Stress-Situationen.
  • Rund 22 % der Kinder und Jugendlichen haben psychische Auffälligkeiten wie Störungen des Sozialverhaltens, Ängste und Depressionen (KiGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts von 2003 bis 2006).
  • Ein Großteil der „stressgeplagten“ Kinder hat mehrmals pro Woche Kopfschmerzen, Schlafprobleme, Bauchschmerzen und Erschöpfungszustände.

Genuss- und Suchtmittel.

Das Durchschnittsalter des ersten Alkoholkonsums liegt derzeit bei 12,8 Jahren. Schätzungsweise 160.000 Kinder und Jugendliche bis ca. 25 Jahre sind in Deutschland alkoholabhängig oder stark abhängigkeitsgefährdet.

Als ein weiteres Problem stellt besonders der Tabakkonsum für das Kinder- und Jugendalter ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar, da die Entwicklung durch das Rauchen nachhaltig negativ beeinflusst und die lebenszeitliche Gesundheitsperspektive verschlechtert wird. Und dies umso stärker, je früher der Einstieg ins Rauchen gefunden wird (BZgA). Im Jahr 2004 wurde die erste Zigarette durchschnittlich im Alter von 13,6 Jahren geraucht. Die Spätschäden gehören in der Summe zu den größten gesundheitspolitischen Belastungen und Herausforderung:

  • Jährlich sterben 60.000 bis 80.000 Personen durch das Rauchen an Krebs.
  • Jedes Jahr erleiden etwa 150.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall.
  • 20.000 Amputationen im Jahr erfolgen auf Grund des Tabakkonsums.

 

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